Zum Thema Brot in der Ernährung, 30. Aug 2015

Zusammenhang von Brotverzehr und Einkommen

Ein Blick in den Brotkorb sagt viel über Bildung, Einkommen und Gesundheit aus…

Wir Deutschen sind nicht gerade dafür bekannt, Genussmenschen zu sein. In der Tat geben die Bundesbürger im EU-Vergleich extrem wenig Geld für Lebensmittel aus. Im Jahr 2011 entfielen gerade einmal 11,5 % der Konsumausgaben privater Haushalte auf Lebensmittel und alkoholfreie Getränke. In den Mittelmeerländern wird mindestens ein Drittel mehr für Lebensmittel ausgegeben, in den baltischen Staaten wie z.B. Estland sogar ein Vielfaches der deutschen Ausgaben.[1] Immerhin sind die Ausgaben stabil bis leicht steigend.[2]

Brot ist unzweifelhaft die allerbeste Möglichkeit, sich günstig und gesund zu ernähren. Selbst das von manchen Menschen als „zu teuer“ empfundene Brot vom Bäcker kostet auf die Scheibe umgerechnet nur 20 – 30 Cent. Und man wird von zwei, drei Scheiben bestens satt. Kennen Sie ein anderes Lebensmittel, für das dies gilt? Es gibt kein anderes Lebensmittel, das so günstig und zeitgleich so gesund ist wie Brot.

Doch ist es tatsächlich so, dass vor allem jene Brot essen, die aufgrund niedriger Einkommen am Essen sparen müssen? Nein, erstaunlicherweise ist das Gegenteil der Fall. Nach einer aktuellen Studie sind es gerade Menschen mit höherem Bildungsstand und Einkommen, die auf gesunde Ernährung achten und mehr Brot essen. Bei Haushalten mit einem Nettoeinkommen von über 4.000 Euro pro Monat sagen 74 %, dass sie sich immer bzw. überwiegend gesund ernähren, bei Haushalten mit einem Nettoeinkommen von unter 1.500 Euro sind es nur 61 %. Fast jeder Fünfte in der letztgenannten Gruppe macht sich sogar überhaupt keine Gedanken über seine Ernährung. Bildung und Einkommen entscheiden damit eindeutig über die Qualität der Ernährung.[3]

Dies geht eindeutig mit dem Verzehr von Brot einher. So belegt eine aktuelle Studie der DGE, dass sportlich aktive Menschen mehr Brot essen als sportlich nicht aktive Menschen.[4] Wer fit sein will, isst mehr Brot.

Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie: „Die Ernährungsindustrie in Zahlen 2013“, auf Basis von Eurostat-Werten

Statista.com http://goo.gl/GY9JRx (abgerufen am 18.05.2014)

Studie „Iss was, Deutschland“ der Techniker Krankenkasse, aus dem Jahr 2013

12. Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE),